Was d-you für die ID-Verifizierung bedeutet

Bild mit ChatGPT erstellt.

Digitale Identitätsnachweise eröffnen neue Möglichkeiten – doch auch künftig werden Unternehmen physische Ausweisdokumente prüfen müssen. Entscheidend sind flexible Prozesse, die beide Wege berücksichtigen.

Mit der europäischen digitalen Identitäts-Wallet (EUDI-Wallet) wird es künftig einfacher, Identitätsdaten und weitere Nachweise digital vorzulegen. In Deutschland soll die staatliche Wallet d-you ab Anfang 2027 kostenlos und freiwillig verfügbar sein. Ihre Funktionen und die verfügbaren Nachweise werden schrittweise erweitert.

Vom Ausweis bis zum Altersnachweis

Die digitale Brieftasche soll unterschiedliche Anwendungsfälle unterstützen. Dazu zählen beispielsweise:

• Identitätsnachweis: persönliche Angaben digital bestätigen, etwa mit Daten aus dem Personalausweis.

• Führerschein: die Fahrerlaubnis digital nachweisen.

• Altersnachweis: ein bestimmtes Alter bestätigen, ohne dafür zwangsläufig das vollständige Geburtsdatum oder weitere persönliche Angaben offenzulegen.

• Weitere Nachweise: perspektivisch etwa Bildungsnachweise oder digitale Bescheide aus Verwaltungsverfahren.

Welche Nachweise tatsächlich verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Entwicklungsstand und Anwendungsfall ab. Die digitale Brieftasche wird laut Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) schrittweise ausgebaut.

Warum physische Dokumente weiterhin relevant bleiben

Digitale Nachweise erweitern die Möglichkeit der Identitätsprüfung. Sie bedeuten jedoch nicht, das physische Dokumente überflüssig werden. Die Nutzung der Wallet bleibt freiwillig, und digitale Angebote werden nicht überall gleichzeitig eingeführt. Zudem unterscheiden sich die Anforderungen je nach Branche und Situation.

Einige Beispiele: Bei der digitalen Anmeldung zu einem Dienst kann ein elektronischer Nachweis ausreichen. Bei einer Fahrzeuganmietung, einer persönlichen Identitätskontrolle oder der Prüfung eines vorgelegten Originaldokuments kann dagegen weiterhin ein physisches Dokument eine Rolle spielen.

Für Unternehmen und Institutionen bedeutet das: Sie müssen unterschiedliche Nachweiswege berücksichtigen – und dabei sicherstellen, dass Identitätsdaten zuverlässig geprüft werden.

Sicherheit im Prüfprozess

Wo physische Ausweisdokumente weiterhin zum Einsatz kommen, ist eine zuverlässige Prüfung entscheidend. Gefälschte oder manipulierte Dokumente können ein Risiko für Unternehmen und ihre Kunden darstellen. Manuelle Kontrollen sind zudem häufig zeitaufwendig und lassen sich nur begrenzt in digitale Abläufe integrieren.

Genuine-ID von jenID ermöglicht die automatisierte Prüfung von Identitätsdokumenten. Die Software analysiert innerhalb weniger Sekunden relevante Dokumentenmerkmale mit einer OCR (Optische Zeichenerkennungsrate) von 97 Prozent und kann so dazu beitragen, Prüfprozesse effizienter und sicher zu gestalten.

Flexible Prüfprozesse für eine digitale Zukunft

Die Entwicklung digitaler Identitäten ist kein Entweder-oder zwischen Smartphone und Plastikkarte. Vielmehr entstehen neue Möglichkeiten, die je nach Anwendung neben etablierten Verfahren bestehen bleiben.

Unternehmen sollten ihre ID-Prüfungen deshalb so gestalten, dass sie auf unterschiedliche Nachweisformen und künftige Entwicklungen reagieren können. Die automatisierte Prüfung physischer Dokumente bleibt dabei ein wichtiger Baustein.

Die digitale Identität kommt. Für verlässliche Identitätsprüfungen braucht es jedoch mehr als einen einzigen Weg. jenID unterstützt Unternehmen und Institutionen mit der Lösung Genuine-ID bei der automatisierten Prüfung physischer ID-Dokumente – als Bestandteil digitaler Identifizierungsprozesse.